Einstmals aufgrund massiver Abholzung stark negativ besetzt, gewinnen Holzplantagen zunehmend an ökonomischer Bedeutung. Vor dem Hintergrund der gesteckten Klimaschutzziele und eines zunehmenden Umweltbewusstseins decken immer mehr Privathaushalte und Kommunen ihren Wärmebedarf mit modernen Pelletheizungen oder Hackschnitzelheizungen ab. Die derzeitige Versorgung der Nachfrage aus Waldholz widerspricht dem Nachhaltigkeitsansatz, aus diesem Grund sind sogenannte Kurzumtriebsplantagen eine neue Herausforderung für die Land- und Forstwirtschaft. Auch in der in der Region Bodensee/ Hegau sind zur Produktion von Energieholz bereits einige Anlagen begründet worden.

Auch die ShareWood Switzerland AG bereitet nachhaltige Investitionen in der Bodenseeregion für einige der meist mit Pappeln und Weiden bepflanzten Holzplantagen vor. Die Kurzumtriebsplantagen, die mehr Energie pro Hektar als Mais oder andere Energiepflanzen bringen, entlasten den Wald als geschlossenes ökologisches System. Die Landesregierung Baden-Württembergs strebt den Anbau erster Energiewälder auf einer 250 Hektar großen Fläche an, die perspektivisch auf 1.000 ha Anbaufläche vergrößert werden sollen. Auf einer Demonstrationsveranstaltung im Februar 2011 in Engen-Welschingen konnten sich beispielsweise interessierte Landwirten über verschiedene Verfahren der alle 5 bis 7 Jahre zu abzuerntenden Plantagen informieren.

In der Bioenergieregion Bodensee wurde mittlerweile auch die erste Fachtagung zum Thema Holz aus der Landwirtschaft durchgeführt. Projektmananger Dimitri Vedel sagte auf der Tagung, dass „es Pioniere braucht, die diese neue landwirtschaftliche Produktion wagen und erkennen welches Potential darin steckt.“ Dabei ist es für eine Region in höchstem Maße wichtig, von Anfang an sowohl die Belange der Landwirtschaft als auch Aspekte des Naturschutzes in die Projektierung einzubeziehen. Der Investor ShareWood setzt dies seit Jahren um und hat Erfahrungen beim nachhaltigen Aufbau und der umweltgerechten Bewirtschaftung von Plantagen vorzuweisen. Wichtig ist vor allem die Überführung der erwirtschafteten Biomasse in regionale Wertschöpfungsketten, um umweltverträglich und landschaftsschonend Strom und Wärme für die Bodenseeregion bereitzustellen.