Die Insel Reichenau ist die größte Insel im Bodensee und liegt im westlichen Teil des Sees in der Nähe von Konstanz. Dank eines erbauten Damms ist die Insel mit dem Festland verbunden. Ein besonderer Urlaubstipp ist Reichenau aufgrund seiner drei Kirchen, dem Marienmünster St. Maria und Markus mit der Klosteranlage in Reichenau, der Kirche Sankt Georg sowie Sankt Peter und Paul, die von der langen Tradition und der Bedeutung des klösterlichen Lebens zeugen.

Seit dem Jahr 2000 gehört die Insel samt des Klosters Reichenau zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ausschlaggebend hierfür waren die sehr gut erhaltenen Klosteranlagen. Außerdem beherbergen die Kirchengebäude eine Reihe von Reliquien und Kunstwerken.

Besonders sehenswert und ein Muss in jedem Baden-Württemberg Reiseführer sind die Reichenauer Handschriften, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe zählen. Da das Kloster zu einer der einflussreichsten Malschulen in Mitteleuropa zählte und die Mönche mit dem Schreiben von Büchern, Chroniken und wissenschaftlichen Arbeiten betraut waren, wuchs der Bestand der Reichenauer Bibliothek beständig an.

Heute können diese Schriften in der Badischen Landesbibliothek bestaunt werden. Die ehemalige Abteikirche des Klosters, das Münster St. Maria und Markus, ist die größte der drei Kirchen der Insel Reichenau. Zu seinen Besonderheiten zählt die Schatzkammer mit dem originalen Markusschrein und einer Standfigur der Mutter Gottes. Die Georgskirche wurde dem Heiligen Georg geweiht und zählt zu den ältesten Georgskirchen in Europa.

Hauptattraktion der Kirche sind deren Wandgemälde, die teilweise bereits im neunten Jahrhundert entstanden. Die bis heute gut erhaltenen Wandmalereien beschreiben Szenen aus dem Leben Jesu und bestätigen die Stellung der Reichenauer Malerschule.